Brandabschottungen


In allen Gebäuden verlaufen eine Vielzahl von Kabeln, Rohren und Kanälen, für die jeweils Öffnungen in den Wänden und Decken vorgesehen sind oder nachträglich eingeführt werden. Diese Öffnungen sind Im Brandfall ein hohes Risiko, durch die sich die Flammen und der Rauch in die benachbarten Bereiche schnell ausbreiten können. Ein grundlegender Bestandteil der Brandvorsorge ist daher der Bauliche Brandschutz! Es gibt verschiedene Brandschutzsysteme mit denen man im Brandfall die Ausbreitung des Feueres eindämmen kann.

Mörtelschott

Mörtelschott

Mörtelschotts verhindern Brandweiterleitungen durch Wand- und Deckenöffnungen. Auch als „Hartschott“ bezeichnet, verschließt dieses System Durchdringungen von raumabschließenden Bauteilen z.B. mit Rohren oder Kabeln feuerbeständig und rauchdicht. Der Mörtel wird in einer bestimmten Mindestdicke in die Durchbrüche eingebracht. Ein Mörtel- oder auch Hartschott besteht aus Brandschutzmörtel der vor seiner Verarbeitung mit Wasser angerührt wird und dann in die Bauteilöffnung eingebracht wird.
Weichschott

Weichschott

Mineralfaserschotts sind Kabelabschottungen aus Mineralfaserplatten hoher Dichte mit zusätzlichen Beschichtungen. Die Platten werden in die Öffnungen gestellt, an die Installationen gearbeitet und dann beschichtet. Dabei gibt es Beschichtungen, die im Brandfall aufschäumen und eine Isolationsschicht bilden, und sogenannte Ablationsbeschichtungen, die im Brandfall durch endotherme Prozesse im Material Wärme absorbieren und auf diese Weise „isolieren“. Auch die durchgeführten Kabel und Kabeltrassen müssen auf beiden Seiten des Schotts vollständig in verschiedenen Längen und in einer bestimmten Dicke mit dieser Beschichtung versehen werden.
Steinschott

Steinschott

Die Formblöcke werden in der Art von Backsteinen in die Öffnung eingestapelt und an die jeweiligen Installationen gearbeitet. Restöffnungen werden mit systemgebundenem Kartuschenschaum oder Brandschutzkitt verschlossen. Für Kernbohrungen gibt es je nach Durchmesser passende Stopfen, die an beiden Seiten in die Öffnung integriert werden; Restöffnungen oder Zwickel werden mit entsprechendem Kitt verschlossen. Auch die Stopfen und Formblöcke schäumen im Brandfall auf und bilden eine Isolierschicht, die die Brandweiterleitung verhindert.
Brandschutzschaum

Brandschutzschaum

Brandschutzschäume sind meist in Kartuschen abgefüllt und bestehen aus mehreren Komponenten, die beim Auspressen vermischt werden, in der Öffnung aufschäumen, ausreagieren und dann erhärten. Sie schäumen im Brandfall durch Wärme auf und dienen u. a. als Kabelabschottung.